Elektronische Bauteile - ein Abriss
Warum
Da wir auf unseren Anlagen keine Digitalsteuerung
einsetzen wollen und können ohne unseren Grundsätzen Untreu
zu werden, hätten wir uns im Laufe der Zeit - so oder so - einige
kleine Helfer zur Problembewältigung anschaffen müssen.
Diese Bauteile sollten den Spielfluss auf den Modulen und Betriebsteilen
steuern helfen und für eine gewisse Hilfe und Abwechslung beim
Spielen sorgen.
Das wäre
1. natürlich an die eigene Börse gegangen;
2. es hätte sehr viel Überzeugungsarbeit gekostet kompatibel
zu sein und
3. es wären zu viele Sammlermodelle mit Magneten o.ä. zu
versorgen gewesen.
Also haben wir g a a
a anz langsam angefangen elektronische Helfer einzubauen.
Zuerst haben Walter und Jürgen über Reedkontakte die Weichen
geschaltet. Dann kamen Signale und ganze Abläufe dazu. Mit Heissleitern
und Ähnlichem haben sie ein langsames Beschleunigen oder Abbremsen
eingerichtet.
Alles wurde durch Magnete am und im Zug gesteuert.
Sie haben durch den Einbau von Magneten an die Wand innerhalb eines
Nahverkehrswagen und dem Einbau eines Reedkontaktes in eine Schallschutzwand
am Gleis auch Züge ohne manuellen Eingriff abbiegen lassen können.
Alles durch Magnete.
Das Ganze mit fertigen Bauteilen aus dem Fachhandel zu bewerkstelligen wäre ziemlich teuer geworden. Um diesen Kostenaufwand in Grenzen zu halten und an den Modellen keine Veränderung vornehmen zu müssen mussten preiswerte elektronische Bauteile her. Sie sollten das gemeinsame Spielen auf Durchgangsstrecken und auf Strecken zwischen den Betriebsmodulen erleichtern und so einen gewissen Freiraum für andere Sachen schaffen. Aber woher kommen solche Bauteile ode wer hat die Ideen so etwas zu bauen?
Es gibt da natürlich immer einige Aussenstehende und glühende
Verfechter des "digitalen Modellbahnzeitalters", die unsere
elektronischen Helfer als Einstieg in die Digitalsteuerung sehen wollen.
Im weitesten Sinne haben sie recht, es ist ein Einstieg in die ELEKTRONIK
den wir vorher auch schone hatten nur ohne Leiterpatinen und Transistoren.
Einige unserer Teilnehmer haben zu Hause eine digitalisierte Anlage
oder wollen in ihrem Betriebsmodul digital rangieren. Ob Reedkontakte
oder das elektronische Gegenstück oder digital. Jedem nach seinem
Willen und bei den St. Augustiner Modellbahnern die Durchgangsstrecke
(DgS) analog. Wie der Einzelne in seinem Betriebsmodule
fährt oder steuert ist ihm selbst überlassen. Es muß
nur die DgS durchgängig befahren werden können.
Da neben
dem - normalen - Spieltrieb an den Betriebsmodulen auch abgehende
Streckenteile mit gesteuert werden müssen, muß die
Aufmerksamkeit des Bedieners notgedrungen geteilt werden. Manchmal
geht dadurch etwas schief; falsches Gleis, falsche Geschwindigkeit,
falsche Ausfahrt usw.. Die St.Augustiner
Modellbahner sind alles verschiedene Typen und so wird auch gespielt.
Zum stressfreien Spielen und Fahren gehört aber auch ein wenig
Disziplin.
Im Eifer des Gefechts kommt diese schon mal abhanden. Also mußte
etwas getan werden. Kaufen oder bauen?
Dann
kam Willi und das Zeitalter der elektronischen Bauteile!
